Archiv der Kategorie: Künstler

Kunst der Künstler verkaufen? Welcher Künstler schuf welches Werk und lässt sich diese Kunst auch heute noch verkaufen?

Aquarelle von Paul Klee

Paul Klee – einer der herrausragensten Künstler des 20. Jahrhunderts. Vor allem bekannt durch sein Mitwirken bei der Künstler- und Redaktionsgruppe ‚Der Blaue Reiter‘ lässt sich Paul Klee keiner Stilrichtung direkt zuordnen – seine Werke entstammen sowohl dem Expressionismus als auch anderen Stilen wie Kubismus oder Surrealismus. Er begann bereits in den 20er Jahren mit der Ausstellung seiner Kunst, doch vor allem seine Aquarelle sind besonders zu betonen.

Paul Klee – stilsicher in Expressionismus, Kubismus oder Surrealismus

Paul Klee begann bereits zu Beginn seiner Schaffensperiode damit, seine Technik auf das Aquarell zu lenken. Besonders hervorstechend ist dabei sein Stil, der sich vor allem in geometrische Formen in jeglicher Zusammenstellung ausdrückt, dabei häufig in einer außerordentlich abstrakten Art und Weise. Am beliebtesten sind hierbei unter anderem seine Engelmotive, zum Beispiel das Werk ‚Daemonie‘ (1939, Aquarell auf Karton). Nicht immer waren seine Kunstwerke farbig; in der Sammlung Paul Klees findet sich beispielsweise eine Aktzeichnung mit Bleistift und Aquarell auf Papier.
Wer sich ein Bild machen möchte vom Leben und Wirken Paul Klees, der kommt im Großen und Ganzen nicht an einem Aquarell des Künstlers vorbei. Durch ihre Vielseitigkeit und ihre Ausdruckskraft sind sie sicher als die wichtigsten Werke von Paul Klee zu betrachten.

Grafik Joan Miró

Joan Miró beeinflusste insbesondere in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Kunst des Dadaismus und Surrealismus maßgeblich. Die daraus resultierende neue Kunstströmung prägte die Klassische Moderne maßgeblich. Als dessen Vertreter feierte Joan Miró mit seinen fantasievoll gestalteten Motiven tolle Erfolge und ging in die Geschichte als einer der populärsten Künstler ein, das britische Tate Modern Museum widmet dem Künstler deshalb auch in diesen Monaten völlig zu Recht eine eigene Ausstellung. Joan Miró war stets von magischen Symbolen wie Mond, Sterne, Vögel sowie Augen und Frauen fasziniert.

Miro – ein Künstlerleben mit Kreis, Mond und Stern

Zu seinen Lebzeiten sagt Joan Miró „Es gibt drei Formen, die mich ständig verfolgen: Ein roter Kreis, der Mond und ein Stern“. Dieses künstlerische Verständnis wirkt sich in den Werken des Künstlers maßgeblich aus. Auf den ersten Blick scheinen die Zeichnungen und Grafiken von Joan Miró aus der Hand eines begabten Kindes zu stammen. Die Werke von Joan Miró zeichnen sich vor allem durch die Verwendung von verdrehten Formen aus dem Bereich der Geometrie sowie durch die Einbindung von Tiergestalten aus. Besonders gern verwendete Joan Miró den Vogelmenschen. Die Bilder des häufig dunkel gekleideten Künstlers werden aufgrund der verspielten Form- und Farbgebung als „heitere Naivität“ bezeichnet.

Zeichnungen von Egon Schiele

Zeichnungen und Malereien von Egon Schiele sind in der gesamten Kunstszene bekannt und zugleich überaus begehrt. Sowohl die Zeichnung von Häuserfassaden als auch Selbstbildnisse gehören zu zum Repertoire von Egon Schiele. Vor allem ist der Ausnahmekünstler jedoch für seine unvergleichlichen Aktzeichnungen von Frauen und Mädchen bekannt. Zu Lebzeiten wurde Egon Schiele deshalb als Pornograph von seinen Kritikern verhöhnt. Die Modell von Egon Schiele gaben sich ihm voller Eifer hin, was deutlich in den Bildern festgehalten ist. Die Zeichnungen von Egon Schiele sind fast ausschließlich mit Blei- und Tintenstiften in Aquarell oder Deckfarben auf Papier gebracht.

Egon Schiele Zeichnungen erregten Aufmerksamkeit und Gemüter

Durch seine stets erotischen Zeichnungen von Frauen und Kindern sorgte der Künstler für Unmut bei der konservativen Bevölkerungsschicht. Dies führte sogar soweit, dass Schiele für einige Tage hinter Gittern verschwand. Die Zeichnungen von Egon Schiele zeigen, wie er in allem den „Untergang“ sah. Darüber hinaus schuf er seine düster wirkenden Zeichnungen nach seinem eigenen Vorbild: Hochgewachsen mit schlaksigen Armen, knochig mit einem schmalen Körperbau. Kunstexperten sowie Laien sind von Schieles faszinierender Art Eindrücke zu Papier zu bringen stets fasziniert. Seines eigens für sich selbst aufgestellten Kunstgesetze stellten einen mutigen Schritt in ohnehin turbulenten Zeiten dar.

Marc Chagall und die Lithographie

Das künstlerische Schaffen des 1887 in Russland geborenen Marc Chagall zeichnet sich durch eine unvergleichliche Farbenfreude, Leichtigkeit und Poesie aus. Das gilt vor allem für die Lithographien des „Maler-Poeten“.

Seine Motive findet Marc Chagall, der nach 1910 in Paris, Berlin und New York lebt und als einer der bedeutendsten Maler und Grafiker des 20. Jahrhunderts gilt, vor allem in biblischen Themen oder in der Natur. Mit expressionistischem Strich entwirft Chagall oftmals sphärisch anmutende Szenen, denen immer etwas Schwebendes, leicht Entrücktes innewohnt, das durch die überwältigende Farbenpracht einen reizvollen Kontrast erfährt.

In der Technik der Lithographien – auch Steindruck genannt – entdeckt Chagall bis dahin ungeahnte Möglichkeiten, sich künstlerisch auszudrücken. Lithographien faszinieren ihn vor allem, weil diese Technik die für sein Schaffen so wichtige Strahlkraft der Farbe zu vermitteln vermag. Über 1.000 Lithographien schafft Marc Chagall im Laufe seines Lebens und schwelgt dabei in opulenten Farbkompositionen. Bis zu 25 Farben verwendete er vor allem in seiner späteren Schaffensphase für eine Lithographie.

Marc Chagall – das lithographische Werk

Das lithographische Werk von Marc Chagall entstand in den Jahren von 1922 bis 1985, seinem Todesjahr. Viele der Lithographien werden noch heute auf dem Kunstmarkt angeboten. Doch da Marc Chagall nur kleine Auflagen seiner Lithographien von maximal 90 Exemplaren autorisierte, sollten die Objekte vor dem Kauf sorgfältig geprüft werden. Oftmals handelt es sich nicht um Original-Lithographien, sondern um Kunstdrucke.

Wassily Kandinsky und der Impressionismus

Der Maler Wassily Kandinsky lebte von 1866 bis 1944. Geboren wurde er in Moskau als Sohn einer wohlhabenden Familie, auch erhielt er schon früh Zeichen- und Malunterricht. Die Werke von Wassily Kandinsky ab 1896, sind von verschiedenen Künstlern wie etwa Paul Klee beeinflusst worden. Heute gilt Wassily Kandinsky als Vertreter des Impressionismus.

Der Impressionismus wurde zu seiner Entstehung verachtet, da diese Malweise gegen die damaligen Regeln der Kunst verstieß. Heute sehen einige Kunstexperten im Impressionismus den Beginn der modernen Malerei, weshalb Werke impressionistischer Maler wie etwa Claude Monet oder Wassily Kandinsky heute oft in modern gestalteten Gebäuden und Einrichtungen zu finden sind. Typisch für impressionistische Bilder ist, dass Formen aller Art dem Betrachter als verwischt und unscharf erscheinen. Farben bekommen eher eine sekundäre Bedeutung, so sind Dinge oft heller oder dunkler gemalt als sie wirklich sind, oder es wurden neue Kontraste geschaffen, de facto erschafft der Maler seine eigenen Welt. Durch diese Aspekte soll erreicht werden, dass jeder Betrachter das Werk aus seinem eigenen, individuellen Blickwinkel betrachtet.

Kandinsky gab Farben einen Klang

Das besondere an den Werken von Wassily Kandinsky ist, dass er Farben verschiedenen Klängen zugeordnet hat und seine Werke stets mit Kompositionen verglich. So war die Farbe Gelb bei ihm beispielsweise ein sehr hoher Klang, außerdem sprach er von leisen oder lauten Farben. Die Werke der Reihe „Composition“ sind stark von dieser Denkweise beeinflusst.