Archiv der Kategorie: Stilrichtung

Stilrichtung der Kunst. Diese Rubrik beinhaltet verschiedene Kunst- und Baustile der letzten Jahrhunderte.

Ikonen

Die Anfänge der Ikonenmalerei sind auf die spätantike Porträtmalerei Ägyptens zurückzuführen. Sie waren im byzantinischen Reich und in Russland bekannt, jedoch ist der größte Teil der byzantinischen Ikonen durch die türkische Eroberung untergegangen, während die russische Ikonenmalerei eine ungebrochene Tradition bis heute hat.

Ikonenmalerei – Darstellung biblischer Motive

Ikonen sind meistens mit Mineralfarben auf Holz gemalt, als Vorbilder wurden besonders bedeutende religiöse Bilder verwendet, wie etwa ein Marienbild, das auf den Evangelisten Lukas zurückgeführt wurde, so dass sich im Motiv, wie in der Darstellung ein bestimmter Kanon an Bildern herausbildete. Hierunter ist die Art der Darstellung der göttlichen Personen und Heiligen, wie auch der zwölf Lebensstationen Jesus zu verstehen.

Trotz dieser Kodifizierung blieb die Ikonenmalerei von Einflüssen der Kunstentwicklung nicht unbeeinflusst, so dass später auch Musterbücher alter Bilder angelegt wurden. Zu diesem Zweck wurden Ikonen erstmals von der russischen Aristokratenfamilie Stroganow gesammelt.

Russische Ikonen besonders beliebt

Vor allem russische Ikonen sind als besondere Antiquitäten auch heute ein interessantes Sammelgebiet. In Deutschland kann man sich vor allem im Ikonenmuseum in Recklinghausen einen umfassenden Überblick über die Ikonenkunst verschaffen, wobei besonders die koptische Sammlung hervorzuheben ist.

Bauhaus

Bauhaus – Verbindung von Handwerk, Kunst und Technik

1919 gründete Walter Gropius seine Kunstschule Bauhaus, die unter dem Einfluss der Nationalsozialisten 1933 schließen musste. Das Ziel war eine Verbindung von Handwerk, Kunst und Technik. In dieser interdisziplinären Schule sollte eine neue Formsprache gefunden werden. Man wollte ein Design im Bauhaus schaffen, welches der industriellen Herstellung gerecht wurde. Es folgte daher eine Ablehnung des Historismus, der von der Moderne abgelöst werden sollte.

Stattdessen sollten neue Produkte entstehen, die ästhetisch und funktionell zugleich sein sollten. Die Arbeiten des Bauhauses waren eine Synthese aus mehreren verschiedenen Stilrichtungen. Eine neue Sachlichkeit und Funktionalität dominierten unter anderem das Design des Bauhauses – die Funktion bestimmte die Form.

Funktionale Ästhetik

Charakteristisch für die Stilrichtung Bauhaus war die Ablehnung von Ornamenten und Dekor. Vielmehr sollte eine klare und funktionale Formsprache gefunden werden. Als bekanntestes Möbelstück gelten die Stahlrohrstühle, die in den 20er Jahren von Marcel Breuer entworfen wurden. Möbel, die in der Zeit des Bauhaus entworfen wurden, waren oft von Schlichtheit und Funktionalität geprägt. Bauhaus Antiquitäten gelten als Klassiker, die bis heute als Inbegriff von modernem Design gelten.

Abstrakte Kunst

Die Abstrakte Kunst gab es schon immer, nur wurde sie erst in der gestalterischen Form im 20. Jahrhundert erst richtig bekannt. Bei der Abstrakten Kunst gibt es keinen Bezug zur figuraktiven Realität. Oft wird so auch Kunst beschrieben, die die Formen stark vereinfachen. Da in der islamischen und jüdischen Religion keine menschlichen Wesen abgebildet werden dürfen, entwickelte sich hier eine dekorative Kunst mit einem hohen Standard. Eine weitere Form der gegenstandslosen Kunst ist die Kalligraphie.

Neuanfang nach dem zweiten Weltkrieg

Wassily Kandinsky gilt im 20. Jahrhundert als der Erfinder der abstrakten Kunst. Das erste völlig abstrakte Bild erschien von ihm im Jahr 1910, es war ein Aquarell. Die Menschen sehnten sich nach dem Zweiten Weltkrieg nach einem Neuanfang. Die gegenständliche Malerei wurde aus ideologischen Gründen abgelehnt. In den 1950er Jahren wurde die Abstrakte Kunst zu einem dominierenden Stil, der sich noch heute großer Beliebtheit erfreut.