Cobra

Cobra – Die Giftschlange als Symbol der Differenz

Cobra war eine avantgardistische Künstlervereinigung, die in den Jahren 1948-1951 besonders aktiv war. Der unkonventionelle Name bezog sich zum einen auf die Anfangsbuchstaben der Städte, aus denen die Initiatoren kamen: Copenhagen, Brüssel und Amsterdam. Zum anderen sollte er aber auch auf Grund seiner Affinität zur Giftschlange Kobra, die besondere Eigenart der Kunstschaffenden demonstrieren, um sich vom aktuellen Kunstbetrieb und vor allem von den bürgerlichen und akademischen Vorstellungen abzugrenzen.

Politische Agenda

Cobra verstand sich als progressive, politische Bewegung und propagierte internationale Zusammenarbeit, die auch in den zehn Ausgaben ihrer Zeitschrift, von Asger Jorn herausgegeben, manifestiert wurde. Corneille, Asger Jorn aber auch Costant, um nur einige der talentierten Künstler zu nennen, gehörten zu den Gründungsmitgliedern und hatten sich bereits einen Namen gemacht. Sie kehrten dem Surrealismus den Rücken, wandten sich wieder dem Expressionismus zu, wobei sie Darstellungen der informellen Kunst, des sogenannten „Informel„, mit einfließen ließen. In ihrem Oeuvre verbanden sich Stilmittel der Volkskunst mit abstrakter Formgebung, die in expressiv-naiven Techniken dargestellt wurden.
In Amstelveen/Niederlanden entstand 1995 ein spezielles Museum für die Werke der Cobra Künstler.