Die Neuen Wilden

Die Neuen Wilden: das sind triviale Motive, bunte und intensive Bilder, meist mit breitem Pinselstrich gemalt. So präsentierte sich die Künstlergruppe in den späten 70ern und frühen 80ern. Ihre Namensgebung bezog sich auf die zu Anfang des 20. Jahrhunderts bekannten Fauves und wurde ihnen zunächst, eher abfällig, von dem Aachener Kunsthistoriker Wolfgang Becker verliehen. In Aachen fand auch 1979 eine Ausstellung mit dem Titel „Les Nouveaux Fauves / Die Neuen Wilden statt.

Die Neuen Wilden – Deutsche Kunst der 70er und 80er

Zentren der farbig-expressiven Kunst waren neben Berlin auch Köln und Hamburg. Zu den wichtigsten Vertretern der Neuen Wilden zählten: Elvira Bach, Rainer Fetting, Martin Kippenberger, Markus Lüpertz, Helmut Middendorf und Salomè. Die Berliner Künstler Fetting und Middendorf waren zudem bekannt in der Berliner Musik-und Clubszene, diese Erfahrungen sind etwa in Middendorfs Triptychon „Großstadteingeborene“ von 1980 eingeflossen. Immer wieder wurden auch Sexualität und ihre Thematisierung zum Gegenstand ihrer Werke.

Kunst im Großen: Großformatige Werke

Die Neuen Wilden: Großformatige Werke, wie etwa Stillleben, Portrait oder Landschaft. Hier kommen die stilistischen Hauptmerkmale der Neuen Wilden besonders zum Tragen. In gewagtem Pinselstrich, greller Farbigkeit, teils gegenständlich, teils ohne Form, ist ihre Kunst vieldeutig interpretierbar.