Ikonen

Die Anfänge der Ikonenmalerei sind auf die spätantike Porträtmalerei Ägyptens zurückzuführen. Sie waren im byzantinischen Reich und in Russland bekannt, jedoch ist der größte Teil der byzantinischen Ikonen durch die türkische Eroberung untergegangen, während die russische Ikonenmalerei eine ungebrochene Tradition bis heute hat.

Ikonenmalerei – Darstellung biblischer Motive

Ikonen sind meistens mit Mineralfarben auf Holz gemalt, als Vorbilder wurden besonders bedeutende religiöse Bilder verwendet, wie etwa ein Marienbild, das auf den Evangelisten Lukas zurückgeführt wurde, so dass sich im Motiv, wie in der Darstellung ein bestimmter Kanon an Bildern herausbildete. Hierunter ist die Art der Darstellung der göttlichen Personen und Heiligen, wie auch der zwölf Lebensstationen Jesus zu verstehen.

Trotz dieser Kodifizierung blieb die Ikonenmalerei von Einflüssen der Kunstentwicklung nicht unbeeinflusst, so dass später auch Musterbücher alter Bilder angelegt wurden. Zu diesem Zweck wurden Ikonen erstmals von der russischen Aristokratenfamilie Stroganow gesammelt.

Russische Ikonen besonders beliebt

Vor allem russische Ikonen sind als besondere Antiquitäten auch heute ein interessantes Sammelgebiet. In Deutschland kann man sich vor allem im Ikonenmuseum in Recklinghausen einen umfassenden Überblick über die Ikonenkunst verschaffen, wobei besonders die koptische Sammlung hervorzuheben ist.