Impressionismus

Im Jahre 1872 malte Claude Monet ein Bild mit dem Titel: „Impression soleil levant“, auf Deutsch: Eindruck eines Sonnenaufgangs. Dieses sehr skizzenhaft, abstrakt gemalte und vom Establishment verlachte Gemälde gab einer epochalen modernen Veränderung in der Kunst der Malerei zu jener Zeit ihren Namen: Der Impressionismus! Ein anderer, ein neuer moderner Geist artikulierte sich in der Kunst dieser aufstrebenden Maler. Der Impressionismus stellt gewissermaßen den Auftakt in die Moderne dar.

Die Impression des Augenblicks

Im Unterschied zu der damals üblichen akademischen Kunst begaben sich die Impressionisten zum Malen tatsächlich in die Natur, malten also vor Ort, und fokussierten ihre Aufmerksamkeit auf den unmittelbaren Eindruck der Szene im jeweiligen Augenblick.

Gegenüber dem rein Gegenständlichen an sich, gewannen das Licht und die individuelle Impression auf den Betrachter ungemein an Bedeutung. Letztendlich beruht der Impressionismus auf eine gewandelten Philosophie vom Sein, einem Gedanke der neu, aber gleichzeitig auch sehr alt ist: Dass die Dinge verbunden sind, dass nichts aus sich selbst heraus existiert. In diesem Fall existiert das Bild zwischen der Natur und dem Eindruck – der Impression – des Malers im jeweiligen Augenblick.