Klassizismus

Vom Klassizismus sprach man seit etwa 1770 und er entstand, wie dies so oft bei neuen Kunstformen der Fall ist, als Gegenpol zu der gerade vorherrschenden Stilrichtung des Barock. Man orientierte sich nun stark an römischen und antiken Vorbildern.

Antike als Vorbild

Der Klassizismus spielt mit den klaren und einfachen Formen des Altertums, was einen gewaltigen Gegensatz zu der ausladenden und prunkvollen Kunst von Barock und Rokoko darstellte. Die Unterscheidung erfolgt in verschiedene Stilphasen. Die erste war der Frühklassizismus welcher im deutschsprachigen Raum von Johann Joachim Winckelmann begründet wurde. Ab den 1790er Jahren spricht man dann vom „Stil der Revolution“, da die französische Revolution ihre Spuren hinterließ. Die Architektur wurde wuchtiger, wie man gut am Triumphbogen in Paris sehen kann.

Klare Linien – ausdrucksstarke Farben

Auch in Malerei und Bildhauerei wurden Motive und Darstellungen mit antikem Hintergrund bevorzugt. Gemalt wurde dabei mit klaren Linien und großer Detailtreue. Die Farbgebung auf den Bildern des Klassizismus ist geprägt von verschiedenen Licht- und Schattenspielen, was die Bilder plastisch und abgebildete Personen oft wie antike Statuen wirken lässt.