Konkrete Kunst – die Akteure bilden das Werk

1930 wurde die Bezeichnung „Konkrete Kunst“ erstmalig durch Theo van Doesburg definiert. Sie bezeichnet eine Kunst, die keine Beziehung zur visuellen Realität aufweist. Bildnerische Elemente sind weder als Abbild zu verstehen, noch symbolisch gemeint. Sie bedeuten im Wechselspiel von Formen und Farben lediglich sich selbst. Die größtenteils geometrischen Elemente bilden eine Einheit und wirken durch ihren Ursprung auf den Betrachter.

Formen und Farben im Mittelpunkt

Der Ursprung dieser Kunstrichtung liegt weit zurück. Kandinsky sprach von „absoluter Malerei“, andere Künstler nannten diese Stilrichtung „Suprematismus“ oder „Elementarismus„. Die Konkrete Kunst bildet nicht ab, stattdessen werden Formen, Farben, Linien und Flächen zu den Akteuren des Werkes.

Internationale Verbreitung

Seit ihrer Entstehung hat sich die Konkrete Kunst fortwährend weiterentwickelt. Sie ist lebhaft, reagiert mit ausgesprochener Freudigkeit im Experimentieren und weist eine hohe Sensibilität in Bezug auf neue Erkenntnisse in Kunst, Wissenschaft Technik auf. Neue Materialien werden thematisiert und künstlerische Möglichkeiten ausgelotet. Heute gibt es interessante Wechselwirkungen zu verschiedensten Richtungen internationaler Kunst.