Konzeptkunst und der Gedanke im Werk

Konzeptkunst – Streitbare Kunst

Bis heute ist die Konzeptkunst streitbar, will dies auch sein. Denn in ihr geht es nicht länger um eine ästhetische Wirkung, also das Schöne. Der US-Künstler Sol LeWitt prägte diesen Begriff in den Sechziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts. Doch die Weltsicht dieser Kunst existiert schon seit den Goldenen Zwanziger Jahren. Der Blick auf das vollendete Werk weicht in der Konzeptkunst einer Beschäftigung mit den Grundgedanken und mentalen Vorgängen.

Kunst als Happening

Wie sollten Sie sich Konzeptkunst vorstellen? Die Vorstellung selbst ist schon der Kern dieser Stilrichtung. Plastiken wurden in Happenings vor Publikum geschaffen. Und nicht immer vom Urheber-Künstler selbst. Dieser entwarf vielmehr Skizzen und Anleitungen, die der Leitfaden für den Schaffensprozess werden. Wer heute Werke der Konzeptkunst ersteigert, wird sich bald gezwungen sehen, sich auch mit dem Künstler auseinanderzusetzen. Der tiefere Sinn des Werkes, die Idee, erschließt sich erst bei der Erforschung seiner Gedanken.