Pointillismus

Pointillismus bezeichnet einen Malstil der sich im späten 19. Jahrhundert entwickelte und zwischen 1889 und 1910 seine Blütezeit hatte. Synonym wird dieser Stil oft auch als Neoimpressionismus oder Divisionismus bezeichnet.

Pointillismus – Farben im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit

Die Pointillisten stellten die Bedeutung der Farben in den Vordergrund. Dabei machten sie sich die damals neusten Erkenntnisse über die Farbwahrnehmung zu Nutze, wonach sich einzelne Farbpartikel, dem Gesetz des Komplementärkontrastes entsprechend, erst beim Betrachten aus gewisser Entfernung zu einem Gesamteindruck zusammenfügen. Dafür wurden von den Malern fast ausschließlich die reinen Farben Rot, Grün, Blau und ihre Komplementärfarben verwendet und das Bild in einem Raster aus feinen Farbpunkten gemalt, woher sich auch der Name des Malstils (von französisch „point“ für Punkt) ableitet. Ein weiteres Merkmal des Pointillismus ist der oft geometrische und geradlinige Bildaufbau. Anders als beim Impressionismus wird keine realistische Momentaufnahme angestrebt, sondern eine durchdachte Komposition.

Begründet wurde der Pointillismus von Georges Seurat und Paul Signac. Weitere Vertreter dieser Malrichtung sind Henri Edmond Cross, Théo van Rysselberghe und Camille Pissarro, wichtigster deutscher Vertreter ist Paul Baum.