Romantik

Die kulturhistorische Periode der Romantik umspannt in etwa die Jahre zwischen dem Anfang des 18. Jahrhunderts bis über die Mitte des 19. Jahrhunderts. So lassen sich grob geschätzt die Jahre 1790 bis 1855 der Romantik hinzurechnen. Die Stilrichtung drückte sich sowohl in bildender Kunst, als auch in der Literatur und der Musik aus.

Subjektives Empfinden als Ideal

In der Kunstform wurden volkstümliche und naturalistische Elemente betont. So fand eine bewusste Hinwendung zum Erleben der Natur statt. Das subjektive Empfinden galt als Ideal. So kann diese Epoche als Abwendung von Klassik, Aufklärung und Rationalismus verstanden werden. Das deutsche Mittelalter galt den Romantikern als Krone der kulturellen Entwicklung, wobei dessen Missständen keine Beachtung geschenkt wurde.

Die Neuerungen der Romantik haben keine eigenen Stilmerkmale hervorgebracht. Seine künstlerischen Einflüsse bezieht sie vor allem aus dem Klassizismus. Romantische Merkmale werden jedoch in der Architektur der Neugotik deutlich. Aus Gründen der Auffassung der Natur der Romantiker ergab sich hierbei eine besonders kunstvolle Einordnung des Gebäudes in seine Umgebung.