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Grundregeln beim An- und Verkauf von Antiquitäten

Beim An und Verkauf von Antiquitäten gibt es einige Regeln zu beachten, die insgesamt relativ umfangreich sind. Die wichtigsten sollen hier zusammengefasst werden.

Darauf sollte man beim An- und Verkauf achten

Antiquitäten sollten nie ungesehen gekauft werden, das gilt natürlich beim An und Verkauf gleichermaßen. Als Käufer müssen Sie jedoch darauf achten. Das Anlegen einer Sammlung, die über An und Verkauf stattfindet, beginnt mit dem Sammeln von Informationen, die später auch den professionellen Verkäufern Respekt abnötigen. Bei jedem An und Verkauf einer Antiquität spielen folgende Punkte eine Rolle: Alter, Qualität und Rarität, Material, sowie die handwerkliche Verarbeitung.

Vorab den Händler prüfen

Beim Ankauf größerer Stücke wird die Vertrauenswürdigkeit eines professionellen Händlers vorab geprüft, schwarze Schafe sind in der Szene bekannt. Eine preisliche Richtlinie für schwer zu schätzende Stücke bildet beim Antiquitäten An und Verkauf der gegenwärtige Herstellungspreis. Das Stück wird nie weniger kosten, als ein Kunsthandwerker aktuell für die Anfertigung verlangen müsste. Sammlungen sollten nicht mit Billigstücken beginnen, das ist hinausgeworfenes Geld. Wenn sie später durch An und Verkauf aufgebaut werden, sind minderwertige Antiquitäten gar nicht oder nur zu Schleuderpreisen abzugeben, der Sammler fängt mit den hochwertigen Stücken faktisch von vorn an.

Expertise für größere Stücke

Große Stücke bedürfen einer ausgewiesenen Expertise, die bis 7.000 Euro meist für pauschal 200 Euro durchgeführt wird, danach werden drei Prozent des Schätzpreises fällig (alles netto). Expertisen können mit und ohne Zertifikat ausgestellt werden, dieses kostet zwar einen Aufschlag, ist jedoch bei jedem An und Verkauf äußerst nützlich. Marktbeobachtungen sind das A und O. Unter tausend Antiquitäten wird eine gekauft.

Da eine Sammlung über An- und Verkauf aufgebaut wird, gehört auch der gezielte Verkauf dazu. Man trennt sich von Stücken, die nicht mehr ins „Portfolio“ passen. Auch hier ist die Expertise wertvoll, bei der Bezahlung sollte auf Nummer sicher gegangen werden. Antiquitäten muss man nie schnell verkaufen, sie sinken ganz selten im Wert.

Biedermeier

Die Biedermeier Epoche fing 1815 an und endete 1850. Bezieht man diese Daten auf Geschehnisse der Zeitgeschichte, so fing die Biedermeier Zeit mit dem Wiener Kongress an und hörte mit der Revolution in Deutschland und Österreich wieder auf.

Biedermeier – Neue Gemütlichkeit

Der Name dieser Epoche war zunächst nur ein Name, unter dem zwei Dichter ihre Werke in verschiedenen Blättern veröffentlichten. Dies geschah um 1900 herum. Man kann die Möbel bzw. Antiquitäten aus dieser Biedermeier Zeit nicht wirklich als einen einzelnen Stil bezeichnen. Was jedoch alle gemeinsam hatten, war die unaufdringliche Eleganz. Man wollte mit ihnen weniger zeigen was man hatte, sondern eher eine Wohlfühlatmosphäre schaffen.

Englische Möbel als Vorbild

Auch heute findet man noch Biedermeier Nähtische, Sekretäre, oder Kommoden aus der Biedermeier-Epoche, die zu den beliebtesten Antiquitäten zählen. Die ersten Stücke wurden in Wien angefertigt, allerdings wurden hier englische Möbel, als Vorbilder genutzt. Unter anderem wurde auch der Stadtpalais Liechtenstein, welcher in Wien steht, in dieser Epoche mit seinem Inventar ausgestattet. Schaut man sich den Biedermeier Stil an, erkennt man recht deutlich, dass er eine Abwandlung des Klassizismus war.

Antiquitäten – der Sekretär als altes, neues Möbel

Antiquitäten und vor allem antike Möbel sind auch in unserer modernen Zeit ein Zeugnis von bleibendem Wert und zeitlos gutem Geschmack. Betritt man einen Raum, der entweder komplett antik ausgestattet oder aber mit einem ausgesuchten Einzelstück geschmückt ist, so verspürt man eine ganz besondere Atmosphäre. Insbesondere wertvolle Kommoden, Buffets, Anrichten, Stühle und Sekretäre aus vergangener Zeit erfreuen sich bei Antiquitäten-Freunden großer Beliebtheit.

Der Sekretär als Funktions- und Repräsentationsmöbel

Der Sekretär als klassisch elegantes Möbelstück hatte seinen Höhepunkt im 18. Jahrhundert und war ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Mit einer funktionalen ausklappbaren Schreibfläche versehen leistete der Sekretär in vielen Haushalten der oberen Mittelschicht gute Dienste, sodass er auch heute noch eine der beliebtesten Möbelart für Sammler und Liebhaber darstellt. Der Antiquitäten Sekretär wurde in zahlreichen Stilvarianten und aus verschiedenen Holzarten ausgeführt. So waren vornehmlich englische und niederländische Exemplare aus exotischen Edelhölzern gefertigt, während die in Deutschland entstandenen Stücke in der Regel aus heimischen Hölzern hergestellt wurden. Nachdem das Ansehen von Schreibarbeit mit dem Ende der Dienstleistungsgesellschaft abnahm, wurde auch die Herstellung von Sekretären weitestgehend eingestellt.

Antiquitäten Sekretär als historischer Schreibtisch

Der Antiquitäten Sekretär ist vor allem deshalb auch noch in unserer Zeit etwas Besonderes, da er von überdurchschnittlich hoher Qualität ist. Zusätzlich werden seine aufwändigen Furniere aufgrund der großen Nachfrage seit etwa vierzig Jahren reproduziert. Wer sich in einem Antikmarkt für einen solchen historischen Schreibtisch entscheidet, kann sich nahezu sicher sein, dass es sich dabei um ein exklusives und einzigartiges Möbel-Stück handelt.