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Gemälde des 19. Jahrhunderts

Gemälde Mystifizierung der Natur

Die romantischen Gemälde des 19. Jahrhunderts verstehen es in den ersten 50 Jahren vor allem, mit detailreichen Landschaftsdarstellungen von oft großer Tiefenwirkung die Natur zu mystifizieren und den Menschen als Teilhaber dieser Naturwirkung darzustellen (beispielsweise bei Caspar David Friedrich). Eine Verlagerung des Inneren nach außen, die subjektive Perspektive zeigt sich vor allem in den Farben und dem Umgang mit dem Licht. Auf die Spitze getrieben wird die subjektive Wahrnehmung etwa in den unheimlichen Werken Goyas und Füsslis mit verfremdenden Hell-Dunkel-Effekten, Fabelwesen und Geistern. Gemälde des 19. Jahrhunderts aus der Epoche der Romantik drücken in Landschaften wie Menschen neben Schönheit meist Ruhe, Nachdenklichkeit und Melancholie bis hin zu Düsternis und Hoffnungslosigkeit aus. Menschen sind meist als Künstler und Freigeister dargestellt.

Gemälde des 19. Jahrhunderts – Verschiedene Strömungen

Andere Gemälde des 19.Jahrhunderts verfolgen zum Teil gegenteilige Ziele. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts bildet sich der Impressionismus als wichtigste neue Strömung heraus. Hier werden hellere Farben verwendet und Flächen in kleine verschiedenfarbige Striche oder Punkte (extrem im Pointillismus) aufgelöst, die den realistischen Darstellungen eine starke Struktur verleihen und aus der Distanz betrachtet zu einheitlichen Farben verschmelzen. Eine zentrale Rolle kommt hierbei Lichteffekten und den dadurch hervorgerufenen Stimmungen in den meist draußen auf der Straße oder in der Natur entstandenen Bildern zu.