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Pointillismus

Pointillismus bezeichnet einen Malstil der sich im späten 19. Jahrhundert entwickelte und zwischen 1889 und 1910 seine Blütezeit hatte. Synonym wird dieser Stil oft auch als Neoimpressionismus oder Divisionismus bezeichnet.

Pointillismus – Farben im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit

Die Pointillisten stellten die Bedeutung der Farben in den Vordergrund. Dabei machten sie sich die damals neusten Erkenntnisse über die Farbwahrnehmung zu Nutze, wonach sich einzelne Farbpartikel, dem Gesetz des Komplementärkontrastes entsprechend, erst beim Betrachten aus gewisser Entfernung zu einem Gesamteindruck zusammenfügen. Dafür wurden von den Malern fast ausschließlich die reinen Farben Rot, Grün, Blau und ihre Komplementärfarben verwendet und das Bild in einem Raster aus feinen Farbpunkten gemalt, woher sich auch der Name des Malstils (von französisch „point“ für Punkt) ableitet. Ein weiteres Merkmal des Pointillismus ist der oft geometrische und geradlinige Bildaufbau. Anders als beim Impressionismus wird keine realistische Momentaufnahme angestrebt, sondern eine durchdachte Komposition.

Begründet wurde der Pointillismus von Georges Seurat und Paul Signac. Weitere Vertreter dieser Malrichtung sind Henri Edmond Cross, Théo van Rysselberghe und Camille Pissarro, wichtigster deutscher Vertreter ist Paul Baum.

Impressionismus

Im Jahre 1872 malte Claude Monet ein Bild mit dem Titel: „Impression soleil levant“, auf Deutsch: Eindruck eines Sonnenaufgangs. Dieses sehr skizzenhaft, abstrakt gemalte und vom Establishment verlachte Gemälde gab einer epochalen modernen Veränderung in der Kunst der Malerei zu jener Zeit ihren Namen: Der Impressionismus! Ein anderer, ein neuer moderner Geist artikulierte sich in der Kunst dieser aufstrebenden Maler. Der Impressionismus stellt gewissermaßen den Auftakt in die Moderne dar.

Die Impression des Augenblicks

Im Unterschied zu der damals üblichen akademischen Kunst begaben sich die Impressionisten zum Malen tatsächlich in die Natur, malten also vor Ort, und fokussierten ihre Aufmerksamkeit auf den unmittelbaren Eindruck der Szene im jeweiligen Augenblick.

Gegenüber dem rein Gegenständlichen an sich, gewannen das Licht und die individuelle Impression auf den Betrachter ungemein an Bedeutung. Letztendlich beruht der Impressionismus auf eine gewandelten Philosophie vom Sein, einem Gedanke der neu, aber gleichzeitig auch sehr alt ist: Dass die Dinge verbunden sind, dass nichts aus sich selbst heraus existiert. In diesem Fall existiert das Bild zwischen der Natur und dem Eindruck – der Impression – des Malers im jeweiligen Augenblick.