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Alte Gemälde verkaufen oder lieber behalten?

Antiquitäten: Reizvoll oder wertvoll?

Neben einem oft ideellen Wert können Antiquitäten je nach Zustand und Epoche einen hohen materiellen Wert besitzen. Ob als Einzelstück oder gesamte Wohnungseinrichtung – wertvolle antike Möbel und Bilder stehen hoch im Kurs. Wer beispielsweise alte Gemälde verkaufen oder kaufen möchte, sollte sich bei Auktionen umsehen oder sich in einem Antiquitätenhandel in seiner Nähe beraten lassen. Um die Jahrhundertwende wurden von bekannten und unbekannten Künstlern viele Landschaftsbilder auf Leinwand gemalt. Wenn ein solches Kunstwerk schon längere Zeit im Besitz der Familie ist und man sich davon trennen möchte, dann lohnt es sich, über den Wert Erkundigungen einzuholen, bevor man das alte Gemälde verkaufen möchte.

Dachbodenfund

Nicht jeder Ölschinken, der beim Entrümpeln einer Wohnung oder auf dem Dachboden gefunden wird, ist tatsächlich etwas wert. Wer sich absolut sicher sein will, ob es sich lohnt verstaubte alte Gemälde zu verkaufen, sollte einen Experten befragen. Dabei kann das Honorar für den Sachverständigen den Wert des Bildes übersteigen. Anderenfalls weiß man erst durch ihn, ob man alte Gemälde verkaufen oder doch als Erinnerung lieber behalten möchte. So mancher Spitzweg wurde bei der Oma im Gartenhäuschen entdeckt und als wertvolles Kunstwerk erst durch einen Sachverständigen erkannt.

Alte Gemälde verkaufen

Ob antiker Spiegel, Gründerzeitmöbel oder altes Ölgemälde, wer Antiquitäten und alte Gemälde verkaufen will, wendet sich zuerst an einen Antikhandel. Wer dem Charme von Flohmärkten nicht widerstehen kann und als Schnäppchenjäger gern stöbert, sollte auf der Suche nach alten Möbeln und Bildern entsprechende Termine nicht verpassen. Mit etwas Glück können Sie billig erworbene alte Gemälde verkaufen und damit eine hohe Gewinnspanne erzielen.

Grundregeln beim An- und Verkauf von Antiquitäten

Beim An und Verkauf von Antiquitäten gibt es einige Regeln zu beachten, die insgesamt relativ umfangreich sind. Die wichtigsten sollen hier zusammengefasst werden.

Darauf sollte man beim An- und Verkauf achten

Antiquitäten sollten nie ungesehen gekauft werden, das gilt natürlich beim An und Verkauf gleichermaßen. Als Käufer müssen Sie jedoch darauf achten. Das Anlegen einer Sammlung, die über An und Verkauf stattfindet, beginnt mit dem Sammeln von Informationen, die später auch den professionellen Verkäufern Respekt abnötigen. Bei jedem An und Verkauf einer Antiquität spielen folgende Punkte eine Rolle: Alter, Qualität und Rarität, Material, sowie die handwerkliche Verarbeitung.

Vorab den Händler prüfen

Beim Ankauf größerer Stücke wird die Vertrauenswürdigkeit eines professionellen Händlers vorab geprüft, schwarze Schafe sind in der Szene bekannt. Eine preisliche Richtlinie für schwer zu schätzende Stücke bildet beim Antiquitäten An und Verkauf der gegenwärtige Herstellungspreis. Das Stück wird nie weniger kosten, als ein Kunsthandwerker aktuell für die Anfertigung verlangen müsste. Sammlungen sollten nicht mit Billigstücken beginnen, das ist hinausgeworfenes Geld. Wenn sie später durch An und Verkauf aufgebaut werden, sind minderwertige Antiquitäten gar nicht oder nur zu Schleuderpreisen abzugeben, der Sammler fängt mit den hochwertigen Stücken faktisch von vorn an.

Expertise für größere Stücke

Große Stücke bedürfen einer ausgewiesenen Expertise, die bis 7.000 Euro meist für pauschal 200 Euro durchgeführt wird, danach werden drei Prozent des Schätzpreises fällig (alles netto). Expertisen können mit und ohne Zertifikat ausgestellt werden, dieses kostet zwar einen Aufschlag, ist jedoch bei jedem An und Verkauf äußerst nützlich. Marktbeobachtungen sind das A und O. Unter tausend Antiquitäten wird eine gekauft.

Da eine Sammlung über An- und Verkauf aufgebaut wird, gehört auch der gezielte Verkauf dazu. Man trennt sich von Stücken, die nicht mehr ins „Portfolio“ passen. Auch hier ist die Expertise wertvoll, bei der Bezahlung sollte auf Nummer sicher gegangen werden. Antiquitäten muss man nie schnell verkaufen, sie sinken ganz selten im Wert.

Fotokunst

Fotokunst – wenn der Augenblick zur Ewigkeit wird

Die Fotokunst hat ihre Anfänge wohl im Jahr 1837, als Daguerre durch sein verbessertes Verfahren Fotografien dauerhaft und brauchbar werden ließ. Anders lässt sich nicht erklären, dass bis heute dieses Verfahren in der Bildenden Kunst und somit in der künstlerischen Fotografie ihre Anwendung findet. War zu Beginn noch die Sichtweise der alten Malerei ausschlaggebend, entdeckte man doch sehr schnell die Vorzüge der Fotokunst gegenüber der Malerei. So kann eigentlich nur in der Fotokunst der Abstand der fotografierten Realität zu der Aussage des Künstlers derart gesteigert oder verringert werden, dass daraus Kunst entsteht.

Zeitlosigkeit der Innenwelt

Gerade im ansonsten klassisch eingerichteten Wohnbereich entstehen mit solchen Bildern Raumerweiterungen, ohne die Umgebung in Frage zu stellen, sondern – ganz im Gegenteil – der Innenwelt eine Zeitlosigkeit zu geben, wie sie meist mit Antiquitäten ausgedrückt werden soll. Ob bei der jeweiligen Fotokunst die Farbnuancen oder die Form des Abgebildeten oder nur eine Stimmung aus Licht und Schatten eine Rolle spielen soll, ist eben der gewollten „stillen“ Aussage der Gesamteinrichtung überlassen. Der Augenblick eines Zustandes oder eines Geschehens aggregiert, d.h. verdichtet sich äußerlich wie innerlich in dem Bedürfnis einer Zeitlosigkeit, die eine Ahnung von Ewigkeit zeigt.

Ketterer Kunst München – Auktion Alte und Neuere Meister

Bibliophile auf der Suche nach Antiquitäten und wertvollen Büchern werden bei der Auktion „Wertvolle Bücher“ im Kunsthaus Ketterer sicher fündig werden. Weitaus weniger spezialisiert ist das Angebot bei der zweimal jährlich veranstalteten Auktion „Alte und Neuere Meister“. Hier geht es um Kunstwerke, die ab dem 16. Jahrhundert bis in die frühe Moderne entstanden. Bei Antiquitäten wie Möbeln, Uhren, Keramik sowie Kunsthandwerk oder Gebrauchsgegenständen sind absolute Seltenheiten zu ersteigern, sofern man sie wo anders überhaupt finden kann. Der Höhepunkt dieser Auktion im letzten Dezember war der Verkauf eines eher untypischen Bildes von Ernst Ludwig Kirchner aus dem Jahre 1906 zum Preis von 1, 45 Millionen Euro.

Alte und Neuere Meister

Am 14. Mai wird die nächste „Alte und Neuere Meister“ stattfinden. Die interessierte Öffentlichkeit kann sich ab Mitte April im Katalog mit den Details der Lose vertraut machen. Zurzeit sind die Sachgebiete 19. Jahrhundert, Altmeister Druckgraphik, Altmeister Malerei und die Münchener Schule vertreten. Interessanteste Einlieferung ist bisher eine Druckgraphik von Dürer, die auf 6000 Euro geschätzt wird. Antiquitäten wurden bislang nicht aufgenommen.

Gründung in der Nachkriegszeit

Das Kunsthaus Ketterer wurde in der Nachkriegszeit in Stuttgart gegründet und siedelte in den 1960er Jahren nach München um. Spezialgebiet des Hauses ist die Kunst des 15. bis 21. Jahrhunderts, die in verschiedenen Auktionen präsentiert wird. Seit 2008 befindet sich das Auktionshaus in einem Neubau nahe der Messe in München Riem. Hier stehen etwa 3 500 Quadratmeter für Auktionen und weitere Veranstaltungen zur Verfügung.

Auktionshaus Zeller, 108. Internationale Bodensee Kunstauktion – April 2011

Auf fast 120 Jahre Tradition blickt die Kunsthandlung Zeller in Lindau am Bodensee zurück. Seit etwas mehr als vierzig Jahren finden in dem malerischen Patrizierhaus inmitten der Altstadt unter dem Titel „Internationale Bodensee Kunstauktion“ zusätzlich Versteigerungen von Kunst und Antiquitäten statt. Vier Mal jährlich, nämlich im April, Juni, September und Dezember zieht es Sammler und Liebhaber von Kunst und Antiquitäten an den Bodensee. Unter den mehr als 50 Sachgebieten und 4000 Exponaten, die in den Auktionen des Hauses Zeller verhandelt werden, finden Kunstliebhaber jeder Epoche und Stilrichtung Interessantes.

Auktionshaus Zeller – Kunstwerke aus aller Welt

Wer sich speziell für Antiquitäten interessiert, trifft etwa in den Sachgebieten Jugendstil und Déco, Kassetten und Schatullen, Möbel, Teppiche oder Uhren auf Gegenstände, die für ihn von Interesse sein könnten. Darüber hinaus werden Sammler von klassischer Kunst und Kunsthandwerk aus Asien und Afrika, Textilien, Büchern, Volkskunst und vielem mehr hier fündig. Aber auch die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts hat hier ihren angestammten Platz. Der Katalog für die 108. Internationale Bodensee Kunstauktion wird zur Zeit vorbereitet. Die Versteigerungen werden vom 7. bis zum 9. April stattfinden. Vorbesichtigungen sind ab dem 25. März bis zum 5. April, von Montag bis Freitag zwischen 13 und 18 Uhr, am Wochenende jeweils von 10 bis 18 Uhr möglich. Einlieferungen von Kunst oder Antiquitäten nimmt das Auktionshaus jederzeit entgegen.