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Konkrete Kunst – die Akteure bilden das Werk

1930 wurde die Bezeichnung „Konkrete Kunst“ erstmalig durch Theo van Doesburg definiert. Sie bezeichnet eine Kunst, die keine Beziehung zur visuellen Realität aufweist. Bildnerische Elemente sind weder als Abbild zu verstehen, noch symbolisch gemeint. Sie bedeuten im Wechselspiel von Formen und Farben lediglich sich selbst. Die größtenteils geometrischen Elemente bilden eine Einheit und wirken durch ihren Ursprung auf den Betrachter.

Formen und Farben im Mittelpunkt

Der Ursprung dieser Kunstrichtung liegt weit zurück. Kandinsky sprach von „absoluter Malerei“, andere Künstler nannten diese Stilrichtung „Suprematismus“ oder „Elementarismus„. Die Konkrete Kunst bildet nicht ab, stattdessen werden Formen, Farben, Linien und Flächen zu den Akteuren des Werkes.

Internationale Verbreitung

Seit ihrer Entstehung hat sich die Konkrete Kunst fortwährend weiterentwickelt. Sie ist lebhaft, reagiert mit ausgesprochener Freudigkeit im Experimentieren und weist eine hohe Sensibilität in Bezug auf neue Erkenntnisse in Kunst, Wissenschaft Technik auf. Neue Materialien werden thematisiert und künstlerische Möglichkeiten ausgelotet. Heute gibt es interessante Wechselwirkungen zu verschiedensten Richtungen internationaler Kunst.

Impressionismus

Im Jahre 1872 malte Claude Monet ein Bild mit dem Titel: „Impression soleil levant“, auf Deutsch: Eindruck eines Sonnenaufgangs. Dieses sehr skizzenhaft, abstrakt gemalte und vom Establishment verlachte Gemälde gab einer epochalen modernen Veränderung in der Kunst der Malerei zu jener Zeit ihren Namen: Der Impressionismus! Ein anderer, ein neuer moderner Geist artikulierte sich in der Kunst dieser aufstrebenden Maler. Der Impressionismus stellt gewissermaßen den Auftakt in die Moderne dar.

Die Impression des Augenblicks

Im Unterschied zu der damals üblichen akademischen Kunst begaben sich die Impressionisten zum Malen tatsächlich in die Natur, malten also vor Ort, und fokussierten ihre Aufmerksamkeit auf den unmittelbaren Eindruck der Szene im jeweiligen Augenblick.

Gegenüber dem rein Gegenständlichen an sich, gewannen das Licht und die individuelle Impression auf den Betrachter ungemein an Bedeutung. Letztendlich beruht der Impressionismus auf eine gewandelten Philosophie vom Sein, einem Gedanke der neu, aber gleichzeitig auch sehr alt ist: Dass die Dinge verbunden sind, dass nichts aus sich selbst heraus existiert. In diesem Fall existiert das Bild zwischen der Natur und dem Eindruck – der Impression – des Malers im jeweiligen Augenblick.