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Marc Chagall und die Lithographie

Das künstlerische Schaffen des 1887 in Russland geborenen Marc Chagall zeichnet sich durch eine unvergleichliche Farbenfreude, Leichtigkeit und Poesie aus. Das gilt vor allem für die Lithographien des „Maler-Poeten“.

Seine Motive findet Marc Chagall, der nach 1910 in Paris, Berlin und New York lebt und als einer der bedeutendsten Maler und Grafiker des 20. Jahrhunderts gilt, vor allem in biblischen Themen oder in der Natur. Mit expressionistischem Strich entwirft Chagall oftmals sphärisch anmutende Szenen, denen immer etwas Schwebendes, leicht Entrücktes innewohnt, das durch die überwältigende Farbenpracht einen reizvollen Kontrast erfährt.

In der Technik der Lithographien – auch Steindruck genannt – entdeckt Chagall bis dahin ungeahnte Möglichkeiten, sich künstlerisch auszudrücken. Lithographien faszinieren ihn vor allem, weil diese Technik die für sein Schaffen so wichtige Strahlkraft der Farbe zu vermitteln vermag. Über 1.000 Lithographien schafft Marc Chagall im Laufe seines Lebens und schwelgt dabei in opulenten Farbkompositionen. Bis zu 25 Farben verwendete er vor allem in seiner späteren Schaffensphase für eine Lithographie.

Marc Chagall – das lithographische Werk

Das lithographische Werk von Marc Chagall entstand in den Jahren von 1922 bis 1985, seinem Todesjahr. Viele der Lithographien werden noch heute auf dem Kunstmarkt angeboten. Doch da Marc Chagall nur kleine Auflagen seiner Lithographien von maximal 90 Exemplaren autorisierte, sollten die Objekte vor dem Kauf sorgfältig geprüft werden. Oftmals handelt es sich nicht um Original-Lithographien, sondern um Kunstdrucke.