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Moderne Kunst

Moderne Kunst – Die Kunst des 20. Jahrhunderts

Im Grunde umfasst die so genannte Moderne Kunst den gesamten Zeitraum des zwanzigsten Jahrhunderts bis in die heutige Zeit. Im engeren Sinne ist es vielleicht eher der Zeitraum vom Beginn der Nachkriegszeit bis heute. Frühere Werke werden gerne als klassische Moderne bezeichnet. Auf der anderen Seite sprechen wir seit den siebziger oder achtziger Jahren von der Postmoderne. Moderne Kunst – die Kunst von Heute – ist ein zuweilen schriller, zuweilen cooler kultureller Ausdruck der Menschen der heutigen Gegenwart. Die Moderne Kunst enthält Elemente des Pop, also der Populärkultur und ist positiv formuliert näher beim Menschen und seiner Alltagswelt als die Kunst früherer Epochen.

Deutschland im Mittelpunkt der Szene

Deutschland ist durchaus eine Art Hotspot der internationalen Kunstszene. Viele der deutschen Künstler wie Beuys, Richter, Gursky rangieren weltweit auf den vordersten Plätzen. Die Ausdrucksmittel und Formen der modernen Kunst variieren stark. Die elektronischen Innovationen der letzten Jahre (Video/Internet) üben einen starken Einfluss aus. In den letzten zwanzig Jahren haben sich die globalen Schauplätze der Kunst – nicht nur der Modernen Kunst – spürbar verschoben. Shanghai oder Hongkong sind zu wichtigen Drehkreuzen der Szene avanciert.

Neue Figuration – Deuten des Lebensraums

Viele Künstler ersuchte nach dem Zweiten Weltkrieg wieder die Auseinandersetzung mit der Lebenswirklichkeit. Sie wandten sich von der abstrakten Malerei ab, mit der Absicht einen neuen kritischen Realismus zu finden – mit der Malerei als Mittelpunkt und Kontext zum Lebensraum, den das Werk umgibt. Diese Denkweise wurde zu einer künstlerischen Stilrichtung, die als Neue Figuration Einzug in die Kunstgeschichte und die Literatur fand. Den Begriff selbst prägte der deutsche Maler Hans Platschek 1959 in einem Essay.

Alltag als Quelle der Inspiration

Die Neue Figuration als zweite Phase der Moderne und ihre Künstler griffen auf ein großes Inventar an Motiven zurück. Mythologische Motive, Bilder aus der Literatur und Alltagsgegenstände wurden herangezogen. Bilder wie „Elektrorasierer auf Stuhl“ von Konrad Klapheck illustrieren letztere Motive. Im Vordergrund stand dann weniger ein „großer Coup“ oder eine Pointe des Gemäldes bzw. eine Aussage. Häufig wurde ein zufälliger Moment eingefangen.

Diesen verwirklichte man im Ideal mit einer Erprobung figurativer Ausdrucksmöglichkeiten, in der aus Formen Figuren geschaffen, leblose Gegenstände im Gemälde arrangiert wurden. Einige Gemälde erinnern in ihrer Farbintensität und Maskenhaftigkeit noch unweigerlich an den Expressionismus.