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Jugendstil

Die kunstgeschichtliche Epoche des Jugendstils, die zeitgeschichtlich um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert einzuordnen ist, ist in erster Linie geprägt durch viele geschwungene Linien wie auch durch flächendeckende, florale Ornamente und durch die Aufgabe von symmetrischen Formen.

Ein Begriff – verschiedene Strömungen

Der Begriff „Jugendstil“ wurde hauptsächlich in Deutschland geprägt, in anderen Ländern wurden andere Bezeichnungen für diese Epoche verwendet. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Jugendstil keine geschlossene Bewegung war, sondern lediglich verschiedene Strömungen innerhalb Europas beschreibt. Bezeichnend für den Jugendstil sind zum einen florale zum anderen eher abstrakte Elemente bei Kunstwerken, Möbelstücken und Gebäuden.

Jugendstil – Natur als Quelle der Inspiration

Die verschiedenen Künstler legten allerdings allesamt Wert auf die Dekoration von großen Flächen, beispielsweise durch zahlreiche Ornamente, des Weiteren waren wertvolle und qualitativ hochwertige Materialien sehr wichtig für die Künstler. Außerdem wurden Formen, die direkt von der Natur abgeleitet wurden, zu einem entscheidenden Stilmittel der Epoche. So sind zum Beispiel Anklänge an Gräser, Ranken oder an Wasser keine Seltenheit bei den verschiedenen Werken aus dem Jugendstil.

Romantik

Die kulturhistorische Periode der Romantik umspannt in etwa die Jahre zwischen dem Anfang des 18. Jahrhunderts bis über die Mitte des 19. Jahrhunderts. So lassen sich grob geschätzt die Jahre 1790 bis 1855 der Romantik hinzurechnen. Die Stilrichtung drückte sich sowohl in bildender Kunst, als auch in der Literatur und der Musik aus.

Subjektives Empfinden als Ideal

In der Kunstform wurden volkstümliche und naturalistische Elemente betont. So fand eine bewusste Hinwendung zum Erleben der Natur statt. Das subjektive Empfinden galt als Ideal. So kann diese Epoche als Abwendung von Klassik, Aufklärung und Rationalismus verstanden werden. Das deutsche Mittelalter galt den Romantikern als Krone der kulturellen Entwicklung, wobei dessen Missständen keine Beachtung geschenkt wurde.

Die Neuerungen der Romantik haben keine eigenen Stilmerkmale hervorgebracht. Seine künstlerischen Einflüsse bezieht sie vor allem aus dem Klassizismus. Romantische Merkmale werden jedoch in der Architektur der Neugotik deutlich. Aus Gründen der Auffassung der Natur der Romantiker ergab sich hierbei eine besonders kunstvolle Einordnung des Gebäudes in seine Umgebung.