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Aquarelle von Paul Klee

Paul Klee – einer der herrausragensten Künstler des 20. Jahrhunderts. Vor allem bekannt durch sein Mitwirken bei der Künstler- und Redaktionsgruppe ‚Der Blaue Reiter‘ lässt sich Paul Klee keiner Stilrichtung direkt zuordnen – seine Werke entstammen sowohl dem Expressionismus als auch anderen Stilen wie Kubismus oder Surrealismus. Er begann bereits in den 20er Jahren mit der Ausstellung seiner Kunst, doch vor allem seine Aquarelle sind besonders zu betonen.

Paul Klee – stilsicher in Expressionismus, Kubismus oder Surrealismus

Paul Klee begann bereits zu Beginn seiner Schaffensperiode damit, seine Technik auf das Aquarell zu lenken. Besonders hervorstechend ist dabei sein Stil, der sich vor allem in geometrische Formen in jeglicher Zusammenstellung ausdrückt, dabei häufig in einer außerordentlich abstrakten Art und Weise. Am beliebtesten sind hierbei unter anderem seine Engelmotive, zum Beispiel das Werk ‚Daemonie‘ (1939, Aquarell auf Karton). Nicht immer waren seine Kunstwerke farbig; in der Sammlung Paul Klees findet sich beispielsweise eine Aktzeichnung mit Bleistift und Aquarell auf Papier.
Wer sich ein Bild machen möchte vom Leben und Wirken Paul Klees, der kommt im Großen und Ganzen nicht an einem Aquarell des Künstlers vorbei. Durch ihre Vielseitigkeit und ihre Ausdruckskraft sind sie sicher als die wichtigsten Werke von Paul Klee zu betrachten.

Symbolismus

Die Kunstepoche des Symbolismus fand Ende des 19. Jahrhunderts ihren Höhepunkt. Durch die Weltausstellung in Paris kam diese Kunstepoche in ganz Europa an. Die Künstler der damaligen Zeit vermissten in den vorangegangen Epochen einige Elemente, die sie in diese Kunstrichtung einbauten oder eben nicht anwandten.

Symbolismus als Gegenpol zur Romantik

Zu den bekanntesten Vertretern dieser Zeit zählen neben Ferdinand Hodler, Arnold Böcklin auch Edvard Munch und Max Klinger. Einige dieser Vertreter gelten auch als Vorboten für die Epoche des Surrealismus. Die Künstler wollten eine höhere Detailtreue in ihren Werken schaffen, dafür aber auf die Verklärtheit der Romantik verzichten. Der Symbolismus hatte vor allem Objekte des Mystischen als Inhalt. Die Symbole für Reinheit, wie Engel oder religiöse Motive stehen im Kontrast mit den Symbolen des Dunklen: Krankheit, Sünde und Tod. Diese Elemente wurden vorwiegend in den Kunstwerken der einzelnen Maler aufgenommen und düster oder hell – je nach Art – dargestellt.

Phantastischer Realismus

Der Begriff Phantastischer Realismus wurde in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts von dem Wiener Kunstkritiker Johann Muschik geprägt, und bezog sich zunächst auf die Künstlergruppe der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, die im Belvedere 1959/60 eine Ausstellung hatte. Albert Paris von Gütersloh, Professor und Künstler an der Wiener Akademie der bildenden Künste, war Förderer des Phantastischen Realismus und Gründer des Art Club, wo sich von 1947-1955 die avantgardistische Kunstszene Wien traf und austauschte.

Phantastischer Realismus – Anleihen aus der Mythologie und dem Märchen

Stilistisch ist Phantastischer Realismus sowohl im Manierismus, Surrealismus als auch im Magischen Realismus verwurzelt, wobei sich Künstler aber auch an der Kunst eines Hieronymus Bosch oder Matthias Grünewald orientierten. Besondere Kennzeichen der Kunstrichtung sind neben märchenhaften und mythologischen Anleihen, Anklänge an den Surrealismus, die Aufnahme grotesk-figürlicher, aber auch erotisch-phantastischer Motive.

Bezog sich Phantastischer Realismus zunächst auf den Wiener Künstlerkreis, erlangte er bald eine größere Breitenwirkung und wurde auch von deutschen Künstlern rezipiert und zu einer anerkannten Kunstrichtung der Gegenwart gemacht. Bekannte Künstler sind neben Hans Bellmer, Ernst Fuchs, Arik Brauer, Friedensreich Hundertwasser auch Franz Radziwil und Paul Wunderlich.

Surrealismus

Surrealismus – Die Entdeckung des Unbewussten

Zu einer der großen und prägenden künstlerischen Stilepochen des zwanzigsten Jahrhunderts gehört der Surrealismus. Die im wörtlichen Sinne überreale Malerei ist gewissermaßen die künstlerische Umsetzung der psychologischen Erkenntnisse und Spekulationen seit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. So begeben sich viele der Künstler auf den Spuren Sigmund Freuds in die Welt der Traumbilder. In Malern wie dem deutschen Max Ernst, dem Belgier René Magritte oder dem schrillen spanischen Malerfürsten Salvador Dali fand die Bewegung einige ihrer Hauptvertreter.

Bizarre Bilderwelten

Die Bildwelten des Surrealismus sind oft fantastisch, manchmal spektakulär und zuweilen bizarr. Allen voran repräsentiert etwa Salvatore Dali den Prototyp des exzentrischen Malerfürsten. Der Surrealismus entstand unter der Prämisse das Innere des Menschen zu entdecken oder neu auszuloten, quasi hinter die Pforten der Wahrnehmung zu schauen um ein Wort des Schriftstellers Aldous Huxley zu verwenden. Natürlich besteht in der Malerei des Surrealismus ein starker Bezug zur gesamten Drogenwelt. Diese wurde teilweise gerade entdeckt oder experimentell ausgelotet. Ein jeder Betrachter muss schließlich für sich selbst eine Einordnung des Werts dieser Kunst für sich vornehmen.